Silberfische im Bad endlich loswerden

In vielen Haushalten treiben Silberfischchen als ungeliebten Untermieter ihr Unwesen. Die etwa ein cm großen, Silber schimmernden Insekten sehen mit ihren schwimmähnlichen Bewegungen aus wie Fische und haben daher auch ihren Namen. Durch die helle Farbe ist nur schwer zu erkennen, das die kleinen Krabbeltierchen zwei Fühler vorne und drei Fühler hinten haben, sowie sechs Beinchen.

Silberfische im Bad: Wo kommen sie her?

Silberfischchen sind Nachttiere und scheuen das Tageslicht. Deshalb trifft man sie in der Regel Nachts an, und zwar dort, wo es besonders feucht ist wie in der Küche, im Bad oder im Keller. Ist ein Raum mit Silberfischchen befallen, ist davon auszugehen, das dort ein reichhaltiges Nahrungsangebot und deale Lebensbedingungen für sie vorzufinden sind. Im Grunde ist eventuell in dem Raum eventuell Tierfutter auf dem Boden zu finden oder lange Haare, die sich nicht direkt beim ersten Putzen entfernen lassen, mit Hausstaubmilben befallen sind und so den Insekten als Nahrung dienen. Selbst Cellulose kann von den Insekten verdaut werden. Mögliche Ursachen für einen Befall mit Silberfischen kann also ein großes Nahrungsangebot sein ( Hausstaubmilben, Tierfutter, etc. ) sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit durch falsches oder schlechtes Lüften im Raum. Des weiteren bietet der Raum wahrscheinlich jede Menge Versteckmöglichkeiten und Schlupfwinkel, wo sich die Tierchen tagsüber verkriechen können wie etwa abgelöste Tapeten oder Ritze in Dielen oder den Wänden.

Ursachen für Silberfische im Bad

Bei Silberfischchen handelt es sich nicht um Schädlinge obwohl ihrerseits schon ein gewisses Interesse an glukosehaltige Lebensmitteln besteht. Überwiegend ernähren sie sich von Schimmelpilzen und Hausstaubmilben. Aber nicht nur ein ausreichendes Nahrungsangebot brauchen die Insekten, um sich zu vermehren, sondern auch eine hohe Luftfeuchtigkeit sowie warme Temperaturen, die zwischen 20 und 30 Grad Celsius liegen. Besonders in Altbauten ohne Wärmedämmung sowie in Neubauten die noch viel Restfeuchtigkeit enthalten können Silberfischen vermehrt vorkommen.

Silberfische im Bad bekämpfen

Viele Menschen neigen dazu, Silberfischchen mit chemischen Mitteln zu bekämpfen. Das mag auch kurzfristig von Erfolg gekrönt sein, über kurz oder lang werden jedoch erneut die Insekten im Haushalt auftreten. Mit einer chemischen Keule werden lediglich die Symptome bekämpft, nicht aber deren Ursachen. Silberfische bekämpfen, und das vor allem langfristig, ist mit folgenden Tipps möglich:

1. Richtig lüften
Als einfache Sofortmaßnahme sollten Räume, in denen regelmäßig eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, etwa zwei- bis dreimal täglich gut gelüftet werden. Stoßlüften ist dabei sehr effektiv. Die Fenster also für etwa 10 Minuten komplett öffnen anstatt sie in Kippstellung zu lassen. Ideal ist auch das sogenannte Querlüften, wobei für Durchzug gesorgt wird und so schnell die warme und feuchte Luft gegen trockene Raumluft ausgetauscht wird.
2. Keine Wäsche im geschlossenen Raum trocknen
Wäsche sollte nur in Räumen getrocknet werden, die gut durchgelüftet werden können, damit die Feuchtigkeit aus dem Raum auch wieder entweichen kann.
3. Innenliegende Räume sind besonders anfällig
Besonders innenliegende, fensterlose Bäder sind bedroht von einem Befall. Deshalb sollten feuchte Handtücher oder ähnliches in einem anderen Raum getrocknet werden. Nach dem Duschen sollte die Tür stets einige Zeit offen stehen, damit die Luftfeuchtigkeit verringert wird.
4. Rückzugsort beseitigen
Ritzen in Dielen oder Rissen in der Wand sind ideal für die Insekten und sollten beseitigt werden. Die schadhaften Stellen sollten gründlich verschlossen werden, damit hier kein Rückzugsort entsteht.